Belegung Gemeindehaus

September 2017
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SWR Video "Hierzuland in der Hauptstrasse in Neuheilenbach"

Fotos Dorffest 2017

Geschichtlich wird Neuheilenbach erstmals im Jahre 1831 erwähnt. Der Ort ist eine von Heilenbach aus gegründete jüngere Siedlung. Seit der Gründung war Neuheilenbach ein Ortsteil von Balesfeld. Selbständige Gemeinde wurde es am 01.September 1960
Bis zum Jahre 1850 bestand die sogenannte Niederlassung aus zwölf Häusern, die sich in Unterdorf und Oberdorf aufgliederten. Die ersten Häuser waren klein und mit Stroh gedeckt. Ihre Bewohner lebten in ärmlichen Verhältnissen. Sie beackerten das karge Land und lebten von einem kleinen Viehbestand.
Im nahe gelegenen Kyllwald bot sich die einzige Möglichkeit durch Wald- und Köhlerarbeit einen geringen Tagelohn von damals sechzig Pfennig zu verdienen.
Mit dem Bau der Bahnstrecke Trier-Köln in den Jahren 1870 und 1871 erlebte der Ort erstmals einen Aufschwung. Es entstanden Arbeitsplätze und für Fuhrleute bestand eine Einahmemöglichkeit durch den Transport von Holz und Holzkohle zum Bahnhof Densborn. Der Arbeitslohn stieg in dieser Zeit um das dreifache.
Zwischen 1870 und 1880 begann auch die industrielle Erschließung der Sandsteinbrüche. Für Neuheilenbach und dieNachbarorte entwickelte sich eine wirtschaftliche Blütezeit. Schleifsteine in allen Grössen wurden für Abnehmer im In- und Ausland hergestellt. Die damalige Waffenschmiede Krupp war der größte Kunde und Abnehmer für Schleifsteine.
So stieg auch die Einwohnerzahl von Neuheilenbach bis zum Jahre 1890 auf 120. Um die Jahrhundertwende pendelten täglich 20 bis 25 Arbeitskräfte aus den Nachbardörfern nach Neuheilenbach um hier Arbeit und Lohn zu haben. So blühte der Ort bis zum Beginn des 1. Weltkrieges auf.
Mittlerweile hatten sich auch einige landwirtschaftliche Betriebe gebildet, die mit Pferdegespannen die Sandsteinprodukte zum Bahnhof nach Densborn transportierten und so eine weitere Einnahmequelle erschlossen. Bedingt durch eine wirtschaftliche Flaute in ganz Deutschland bestand in den Jahren 1923 bis 1935 auch in Neuheilenbach eine grosse Arbeitslosigkeit.
Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte die Sandsteinindustrie nochmals eine kurze Blütezeit, bevor der Sandstein vom Kunststein abgelöst wurde.
Seit dem Jahr 1967 hat Neuheilenbach auch ein eigenes Gotteshaus. Dank des Einsatzes von Pastor Endres und einer grossen Opferbereitschaft der Bevölkerung von Neuheilenbach konnte im Jahr 1967 die heutige Filialkirche eingeweiht werden. Bis zum Jahr 1969 befand sich im heutigen Gemeindehaus eine einklassige Schule, die von Kindern der Klassen 1 bis 8 besucht wurde.
An Vereinen gibt es in Neuheilenbach einen Sportverein, eine Feuerwehr und eine Kath. Frauengemeinschaft. Neuheilenbach hat zur Zeit 276 Einwohner. Die Bevölkerung erwirtschaftet ihren Lebensunterhalt überwiegend aus Arbeitnehmer tätigkeiten.
Im Ort befinden sich heute drei Handwerksbetriebe, eine Gaststätte, ein landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetrieb und einige Nebenerwerbslandwirte.
Neuheilenbach präsentiert sich im Jahre 2002 als schmuckes Eifeldörfchen. Der Ort hat eine grosse Flurbereinigung hinter sich. Der Anschluss an eine zentrale Kläranlage ist seit einigen Jahren fertiggestellt. Alle Strassen des Ortes sind ausgebaut und befinden sich in einem guten Zustand. Für Bauwillige ist ein Neubaugebiet ausgewiesen.
Die ehemalige Schule wurde zu einem schmucken Gemeindehaus um- und ausgebaut. Das Bürgerhaus ist heute Kommunikationszentrum für die Vereine und die Bevölkerung von Neuheilenbach.

Termin 15.09.2017 Hierzuland